Der eine Hund tobt begeistert durch den Schnee, der andere zittert schon nach fünf Minuten. Wie viel Kälte ein Hund verträgt, ist sehr unterschiedlich – und im Winter lauern zwei oft unterschätzte Gefahren: Streusalz und Frostschutzmittel.
Das Wichtigste in Kürze
- Kleine, kurzhaarige, junge und alte Hunde frieren schneller.
- Streusalz reizt Pfoten – nach dem Gassi abspülen.
- Frostschutzmittel ist süß und hochgiftig – Pfützen am Parkplatz meiden.
Frieren Hunde überhaupt?
Ja. Ob ein Hund friert, hängt von Fell, Größe, Alter und Bewegung ab. Kurzhaarige und kleine Hunde kühlen schneller aus, dickfellige Rassen frösteln kaum. Ein zitternder oder klammernder Hund friert – dann hilft ein Mantel und eine kürzere Runde.
Tierärztlicher Rat: die echten Winter-Gefahren
Laut Merck Veterinary Manual und der Cornell-Tierklinik sind zwei Dinge besonders gefährlich: Streusalz und Enteiser können Pfotenballen reizen und rissig machen; abgeleckt führen sie zu Magen-Darm-Beschwerden. Noch gefährlicher ist Frostschutzmittel (Ethylenglykol): Es schmeckt süß, ist aber hochgiftig – schon wenige Esslöffel können für einen mittelgroßen Hund lebensbedrohlich sein. Das Gegenmittel wirkt nur, wenn es sehr früh gegeben wird.
Quellen: Merck Vet Manual · Cornell Vet
So pflegst du die Pfoten
| Wann | Maßnahme |
|---|---|
| Vor dem Gassi | Pfotenbalsam als Schutzfilm |
| Nach dem Gassi | Pfoten, Beine & Bauch mit lauwarmem Wasser abspülen, trocknen |
| Regelmäßig | Fell zwischen den Ballen kürzen, auf Risse achten |
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Braucht mein Hund einen Mantel?
Nicht jeder. Kleine, kurzhaarige, alte oder kranke Hunde profitieren; dickfellige Rassen meist nicht. Zittern und Klammern sind Zeichen von Frieren.
Ist Schnee fressen gefährlich?
In größeren Mengen kann Schnee Magen und Rachen reizen – und mit Streusalz oder Chemikalien belastet sein. Besser abbrechen.
Quellen
- Merck Veterinary Manual: Ethylene Glycol Toxicosis. Link
- Cornell Riney Canine Health Center: Winter Safety Tips. Link
Bei anhaltend wunden Pfoten oder Vergiftungsverdacht bitte sofort tierärztlich abklären.